"O hilf Christe, Gottes Sohn..."

 

Für kaum einen anderen Komponisten mit Ausnahme von J.S. Bach trifft das Prädikat "Kirchenmusiker" so zu wie für Heinrich Schütz. Die Auslegung des Wortes war sein kompositorisches Anliegen und Vermächtnis, das die Grundlage auch für Bach’s Werk bildet. Nicht von ungefähr sind von ihm ausschließlich wortgebundene Kompositionen überliefert, der größte Teil davon für die Verwendung im Gottesdienst. Die "Johannespassion", die in der Karfreitagsliturgie vom Chor anstelle der gewohnten Passionslesung gesungen wird, hat Schütz hochbetagt komponiert. Mit seiner dramatischen Darstellung des Geschehens und Charakterisierung der Handelnden eröffnet die Komposition einen zeitübergreifenden Zugang zu dem zentralen Geschehen. Um die musikalische Bildersprache besser verstehen zu können, biete ich allen Interessierten zu Beginn der Karwoche eine Werkeinführung in die Johannespassion an, und zwar am

Montag, den 05.04.2004

um 19.30 Uhr,

im Pfarrsaal von VGH.

In Wort und Ton wird dabei nicht nur eine allgemeine Einführung in die Geschichte der Passionsvertonungen und in die Interpretation der Schütz-Passion gegeben. Filmausschnitte aus einer genialen, szenischen Aufführung der "Johannespassion" im Dom zu Speyer unter Mitwirkung von Schauspielern und Ballett zeigen zudem, wie auch heute über die Musik ein tiefer Zugang zur Passion Jesu möglich ist, ohne über das Spektakel äußerer Bilder zu gehen wie jüngst im Kino.

Gerhard Jas

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